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In meiner Coaching-Praxis erlebe ich es oft: Sobald wir an die berufliche Zukunft denken, sind Menschen wie gelähmt. Jeder kleine Impuls auf der Jobsuche kann innerhalb von Sekunden ein völlig neues Zukunftsszenario hervorrufen – mal voller Hoffnung, mal voller Sorge.
Es ist furchtbar anstrengend, so viele unterschiedliche Zukünfte gleichzeitig im Kopf zu jonglieren. Die Folge ist oft keine Bewegung, sondern Lähmung.
Bildlich passt hier ein „Sprung in die Panikzone“: Wenn wir glauben, wir müssten uns sofort für eine gesamte Zukunft entscheiden oder müssten alles auf einmal ändern, dann ist das wie ein riesiger Sprung. Der Weg dorhin ist unübersichtlich, die Angst steigt, und wir ziehen uns sofort wieder zurück – zurück in die Erstarrung.
Der Weg aus der Lähmung führt nicht über den großen Sprung, sondern über kleine Schritte in die Lernzone:
Stell dir vor, du musst nicht ins tiefe Wasser springen. Stattdessen setzt du dich erst einmal an den Rand, testest mit dem Fuß die Temperatur und wagst dann einen kleinen Schritt ins flache, neue Wasser.
- In der Lernzone jonglierst du nicht mit allen Zukünften gleichzeitig. Du nimmst dir eine kleine Möglichkeit vor und probierst sie aus.
- Vielleicht ist das ein einziges Informationsgespräch, ohne dass du dich schon festlegen musst.
- Vielleicht ist es das Aktualisieren nur eines Abschnitts im Lebenslauf.
- Vielleicht ist es einfach nur, dir 10 Minuten Zeit zu nehmen, um eine spezifische „Wunsch-Variante“ aufzuschreiben und alle anderen kurz ruhen zu lassen.
In der Lernzone darf es ungewiss sein, aber es ist nicht überwältigend. Hier darfst du Fehler machen. Sie sind keine Beweise für dein Scheitern, sondern wertvolle Datenpunkte, die dir zeigen: „Ah, das passt zu mir“ oder „Das probiere ich anders.“ |