Warum der Herbst die perfekte Zeit für eine Bestandsaufnahme ist: Erinnerst du dich noch an den Juni? Damals klagten wir über die Hitze, sehnten den Sommer herbei und träumten von Urlaub. Dann kamen die Ferien, die Auszeit, das Durchatmen. Und plötzlich – wie aus dem Nichts – hat uns der Alltag wieder. Die Mails stapeln sich, die To-Do-Listen wachsen, und der Herbst klopft an die Tür. Und gleichzeitig überschlagen sich die Nachrichten mit Wahlergebnissen, Berichte über den 11. September 2001, der „die Welt veränderte“ und die aktuellen Kriege, an die wir uns leider bereits gewöhnt haben. Genau in diesem Herbst-Übergang liegen zwei besondere Tage: Der Weltfriedenstag und der Welttag der Dankbarkeit – ein wunderbarer Kompass für den Start in die zweite Jahreshälfte.
Innere Friedensforschung: Sich mit sich selbst wieder anfreunden
In meinem Studium der Friedensforschung habe ich gelernt: Frieden ist nicht einfach die Abwesenheit von Krieg. Frieden ist ein aktiver Prozess. Er braucht Pflege, Dialog und den Mut, Konflikte nicht zu übergehen, sondern sie gewaltfrei zu lösen. Ich übertrage dieses Prinzip gerne auf unsere innere Landschaft. Ich begreife Coaching als innere Friedensforschung. Wie oft führen wir innere Kriege? Da ist die eine Stimme, die sagt: „Du musst noch mehr leisten“, und die andere, die müde seufzt: „Ich kann nicht mehr.“ Da ist der Blick auf das, was noch fehlt, statt auf das, was schon da ist.
Der Weltfriedenstag ist für mich eine Einladung, diesen inneren Konflikt zu beenden. Es ist der Moment, sich mit sich selbst wieder anzufreunden. Anstatt wie ein strenger Richter über die eigenen Defizite zu urteilen, dürfen wir uns fragen: Wo sind meine Stärken? Was hat mich bisher getragen?
Positive Psychologie bedeutet nicht, das Negative zu verdrängen oder permanent „good vibes only“ zu haben. Es geht darum, eine Haltung zu wählen, die Ressourcen sieht und Wachstum ermöglicht – gerade auch in schwierigen Zeiten. Frieden im Innen entsteht, wenn wir aufhören, gegen uns selbst zu kämpfen, und beginnen, uns als Verbündete zu behandeln.
Herbstbeginn: Zeit, sich zu verorten
Der Wechsel der Jahreszeiten ist ein natürlicher Anker. Im Juli und August waren wir woanders – mental und oft auch örtlich. Jetzt, wo die Blätter sich langsam verfärben, ist der perfekte Zeitpunkt für eine Bilanz. Nicht im Sinne einer strengen Prüfung („Was habe ich nicht geschafft?“), sondern als freundliches Verorten:
- Wo bin ich herausgekommen aus dem Sommer?
- Was habe ich getankt?
- Welche Bedürfnisse waren im Alltagstrubel zu kurz gekommen und worauf will ich diesen Herbst achten?
Gestern war der Welttag der Dankbarkeit. Passt das nicht perfekt? Dankbarkeit hilft, Fokus von dem zu lenken, was fehlt, hin zu dem, was da ist. Sie ist der Gegenpol zur inneren Unruhe. Wenn wir innehalten und dankbar zurückblicken – sei es auf eine schöne Urlaubswoche, ein gutes Gespräch oder einfach die Sonne im Gesicht –, dann schaffen wir uns den inneren Raum, um klar in den Herbst zu starten.
Spielraum für Neues: Mein Beitrag beim Häppyposium
Genau um diesen Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Leichtigkeit, zwischen Reflexion und neuem Ausprobieren, geht es auch bei einem besonderen Event, auf das ich mich sehr freue: Das Häppyposium.

Am diesen Freitag treffe ich mich mit vielen wunderbaren „Zukunftsmacher:innen“ im Karlsruher Wald. Das Häppyposium ist ein Festival für alle, die Arbeit und Welt positiv gestalten wollen – mit Spaß, Humor und relevanter Tiefe. Es ist ein Raum, in dem Neues ausprobiert werden darf, fernab vom gewohnten Bürotrott.
Ich werde dort einen Workshop geben, der genau diese Haltung widerspiegelt: Stärken stärken, Improvisation und Genuss. Wir werden spielerisch erkunden, wie wir unsere Stärken nicht nur kennen, sondern sie im Alltag wirklich leben können. Improvisation hilft uns dabei, flexibel auf das Unerwartete zu reagieren – eine Fähigkeit, die in unserer schnelllebigen Zeit goldwert ist. Und der Genuss? Der darf dabei keinesfalls zu kurz kommen. Denn nur wer mental und emotional selbst gut genährt ist kann nachhaltig wirken. Es geht darum, Erlaubnis zu haben, es mal anders zu machen. Spielerischer. Improvisierter. Leichter.
Dein Impuls für die Woche
Nimm dir heute oder in den nächsten Tagen 10 Minuten Zeit. Geh vielleicht sogar kurz raus in die herbstliche Luft.
Stell dir folgende Fragen:
- Frieden: Wo bin ich gerade im Krieg mit mir selbst? Wie könnte ich hier zu einer Verbündeten werden?
- Dankbarkeit: Wofür bin ich aus dem Sommer besonders dankbar?
- Stärken: Welche meiner Stärken möchte ich im kommenden Herbst mehr zum Einsatz bringen?
Manchmal braucht es nur einen kleinen Moment des Innehaltens, um den Kopf wieder frei zu bekommen – oder einen Tag im Wald mit inspirierenden Menschen, um neue Wege zu entdecken.
Ich wünsche dir einen friedvollen Start in den Herbst und vielleicht sehen wir uns ja bald in einem Workshop oder auf einem Festival wie dem Häppyposium.
Ich bin Emily, Recovery-Jobcoach und Übergangsgestalterin und begeistert für die Positive Psychologie. In Coaching, Supervision und Training mache ich die Inhalte der Wissenschaft des gelingenden Lebens praxisnah erlebbar und alltagstauglich anwendbar. Hier kannst du gleich deinen Termin für ein kostenfreier Erstgespräch oder einen positiven Austauschplausch vereinbaren:
Ich freue mich darauf, dir zu begegnen!
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